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Ein offenes Agenten-Ökosystem mit Hilfe von MCP

Microsoft Copilot Updates Juni 2026: MCP, offene Agenten-Integration, visuelle KI und neue Datenquellen. So entwickelt sich Copilot zur zentralen KI-Plattform.
21. Mai 2026

Die Copilot-Updates im Juni verraten, wo es für die KI-Lösung strategisch hingehen soll: Mit der Einbindung von MCP (Model Context Protocol) und der Partnerschaft mit Anthropic signalisiert Microsoft, dass Copilot und die Agents nicht in einem geschlossenen Microsoft-Kosmos bleiben sollen. Copilot soll stattdessen als zentrale KI-Arbeitsoberfläche etablieren werden. Hier kommen die wichtigsten Neuheiten rund um Copilot:

Flexibler & leichter integrierbar

Bisher waren viele KI-Assistenten relativ isoliert. Sie konnten nur auf fest integrierte Systeme zugreifen oder brauchten individuelle Plug-ins und proprietäre APIs. Durch die Nutzung von MCP als Standard versucht Microsoft, genau dieses Problem zu lösen: Darum erweitert man jetzt Copilot-Agenten um Unterstützung für MCP-kompatible Tools (Model Context Protocol). Dadurch lassen sich proprietäre Systeme, Wissensquellen und individuelle Aktionen deutlich einfacher in Agent-Workflows integrieren. Unternehmen können bestehende Integrationen wiederverwenden und Agenten schneller erweitern.

Zusätzlich führt Microsoft die Dynamic Tool Discovery ein: Entwickler können Tools auf ihren MCP-Servern künftig aktualisieren oder austauschen, ohne den Agenten neu veröffentlichen zu müssen. Endanwender erhalten neue Fähigkeiten also sofort – ohne erneuten Deployment-Prozess.

Microsoft kombiniert diese Flexibilität mit bestehenden Sicherheits- und Responsible-AI-Mechanismen. Agents werden so modularer, wartungsärmer und leichter skalierbar.

Über Agent Builder sind ab Juni auch SharePoint-Listen als Wissensquelle verfügbar.

Kontextstärkere Agents

Auch eine bessere Integration in Unternehmensdaten und neuen Möglichkeiten zur Anpassung eigener Agents sollen die Nutzung der KI-Lösung noch angenehmer machen:

SharePoint Lists als Wissensquelle für Agents: Agent Builder unterstützt nun auch SharePoint-Listen als strukturierte Wissensquelle. Nutzer können Fragen zu Inhalten aus einer SharePoint-Liste stellen und erhalten kontextbasierte Antworten direkt aus den dort hinterlegten Daten. Unterstützt werden aktuell Listen mit bis zu 20.000 Einträgen. Das ist besonders interessant für Asset-Management, Inventarlisten, FAQ- oder Service-Datenbanken sowie für Projekt- und Aufgabenlisten. SharePoint-Listen werden so zu einer weiteren Datenbasis für Copilot-Agenten.

Vertrauenswürdige Quellen priorisieren: Mit den neuen Authoritative Sites können Admins bestimmte SharePoint-Seiten offiziell als vertrauenswürdige Quellen markieren. Inhalte dieser Seiten werden in Copilot Chat und Copilot Search bevorzugt behandelt. Das hilft besonders bei Unternehmensrichtlinien, offiziellen News, HR-Informationen und Governance-Dokumenten. Ziel ist es, widersprüchliche Antworten zu reduzieren.

Copilot Tuning ermöglicht demnächst einen höheren Grad an Individualisierung.

Copilot wird individueller & visuell intelligenter

Copilot versteht Bildschirm-Inhalte: Mit Vision erhält Copilot eine neue Fähigkeit zur visuellen Kontextanalyse. Copilot kann Inhalte erkennen, die Nutzer auf ihrem Bildschirm teilen – etwa Diagramme, Tabellen oder Anwendungen – und dazu kontextbezogene Antworten liefern. Damit entwickelt sich Copilot weg von rein textbasierten Eingaben – hin zu einem kontextsensitiven Assistenten mit visuellem Verständnis.

Individuellere Agents: Microsoft erweitert Copilot Tuning um neue Vorlagen für typische Unternehmensaufgaben, etwa komplexe Dokumentenerstellung, Richtlinienprüfung oder Anpassung an spezifische Schreibstile. Unternehmen können diese Templates zusätzlich mit eigenen Daten, Prozessen und Standards anreichern. Copilot-Agenten lassen sich damit deutlich stärker an unternehmensspezifische Arbeitsweisen anpassen.

Strukturierte Dokumentgenerierung: Eine neue Power-Automate-Aktion ermöglicht die automatische Erstellung von Dokumenten aus formularbasierten SharePoint-Vorlagen. Dokumente wie Verträge, Rechnungen, Berichte und Anschreiben lassen sich dadurch direkt aus Workflows generieren und in SharePoint speichern. Das reduziert manuellen Aufwand und standardisiert wiederkehrende Dokumentprozesse.

Microsoft baut Copilot nicht mehr nur funktional aus, sondern entwickelt es zunehmend zu einer integrierten Plattform für Wissensarbeit, AI-gestützte Prozesse und sichere Zusammenarbeit. Für Unternehmen wird damit immer wichtiger, nicht nur einzelne Funktionen zu testen, sondern einen klaren Plan für Copilot, Datenqualität und Agent-Governance zu entwickeln. Unsere Cloud-Strategen bei Skaylink beraten Sie gern dazu: Melden Sie sich gern für ein erstes Gespräch bei uns!

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