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Risikomodellierung im Versicherungswesen – nahezu unendlich skalierbar in der AWS Cloud

Unser Kunde ist ein führender Anbieter von Finanz- und Vorsorgelösungen mit rund 10.000 Mitarbeitenden. Zusammen haben wir schon einige erfolgreiche Cloud-Strategieprojekte durchgeführt. Nun sah sich die IT-Leitung mit neuen, konkreten Herausforderungen konfrontiert: D ie zu berechnenden Ergebnisse des Aktuariats sollen deutlich schneller zur Verfügung stehen, um den gestiegenen Anforderungen an das Reporting gerecht zu werden. Die dafür notwendige Skalierbarkeit bzw. die damit verbundene immer länger werdende Queue der Abarbeitung machen eine deutlich erhöhte Rechenkapazität unabdingbar. Dies war im On-Premises-Betrieb kurz- und mittelfristig nicht möglich – egal, ob durch Parallelisierung mit mehr Servern oder eine Aufrüstung der bestehenden Infrastruktur. Die Anforderungen an die technische Infrastruktur überstiegen die sinnvollen Möglichkeiten des Kunden für den Hardware-Erwerb. Hier eröffnet die AWS Cloud neue Lösungswege durch individuelle Ressourcen, enorme Skalierbarkeit und Rechenkapazität auf Abruf.

Unterstützung durch Erfahrung schließt Wissenslücken

Um die Rechenleistung flexibel erhöhen zu können und den entsprechenden Anforderungen an die Fileserver-Kapazitäten gerecht zu werden, war die AWS Cloud das Mittel der Wahl.

Eine weitere Hürde stellten die IT-Security und -Compliance-Themen dar. Die notwendigen Maßnahmen für eine Migration im regulatorischen Umfeld erfordern umfangreiche Kenntnisse der gesetzlichen Anforderungen (BaFin/VAIT) sowie entsprechendes Lösungs-Know-how.

Um ein gemeinsames Verständnis in den Bereichen Cloud-Strategie, -Architektur, -Migration, -Security und -Betrieb für den Fachbereich und die IT aufzubauen, wurde der Fokus auf „Befähigung“ gelegt. Der Fachbereich mit einer deutlichen Formulierung seiner Erwartungshaltung und die IT als verantwortliche Einheit der IT-Prozesse konnten zusammen eine umsetzbare Lösungsstruktur auf Augenhöhe erarbeiten.

Schritt für Schritt zur skalierbaren Cloud-Lösung

Die Komplexität des Vorhabens erforderte die Unterteilung in mehrere Phasen. Das Fischgräten-Diagramm zeigt den gewählten Top-down-Ansatz von der Planung bis hin zur Umsetzung.

Damit lassen sich Grenzen und Möglichkeiten identifizieren und ein gemeinsames Verständnis der Stakeholder (z. B. Security, Bereichsleitung, IT-Leitung, Datenschutz) wird gefördert. Der übergreifende Blick der Stakeholder kommt in der Praxis leider oft zu kurz – der Fokus liegt zumeist auf den eigenen Prozessschritten.

Als Vorbereitung für die Migration muss eine Cloud-Basis aufgebaut werden. Dazu werden bewährte Ansätze für den regulierten Markt wie die AWS Landing Zone, Cloud Baselining oder Skaylinks „Sleep Well“ verwendet. Unser Kunde wird dabei durchgängig begleitet. AWS wird von Anfang an in das Projekt involviert. Neben umfassenden Funding-Möglichkeiten für verschiedene Projektphasen können weitere Unterstützungen seitens AWS, wie z. B. Schulungsmöglichkeiten, Migrationsunterstützung und technische Expert*innen, bereitgestellt werden.

Erhöhte Produktivität des Fachbereichs

In diesem Projekt wurde der Systemkomplex um eine Software zur Eigenkapitalberechnung unter Berücksichtigung von Risiken als eine Umgebung in der AWS Cloud hergestellt und mit dem Fachbereich produktiv umgesetzt. Diese Lösung bedeutet eine höhere Flexibilität und Performance bei Nutzung der Ressourcen. Damit verbunden sind ein deutlich verbesserter Arbeitsablauf und die Möglichkeit, neuen Anforderungen gerecht zu werden.

Kurz gesagt: Die Ergebnisse können schneller und genauer erstellt werden. Besonders die Parallelisierung der Berechnungen ermöglicht schnelle Korrekturen und Anpassungen. Die sequenziell abgearbeiteten Berechnungsläufe, die zuvor genutzt wurden, waren mit erheblichen Wartezeiten verbunden.

Alte Strukturen wurden aufgebrochen und der Kunde von der Cloud-Lösung mit ihren umfassenden Möglichkeiten überzeugt. So gelang es, neue Impulse in die Fachbereiche zu tragen und die durch die Cloud neu geschaffenen Potenziale zu nutzen.

Serverless-Komponenten und Infrastructure-as-a-Code wurden genutzt, um eine umfassende Skalierung und hochgradige Automatisierung mit AWS zu ermöglichen. Während der Migration der Lösung in die Cloud wurden Versionsupdates der Anwendungen und Betriebssysteme parallel durchgeführt. In-Place Upgrades und Kosten wurden gespart, da bei Plattformwechseln dieser Größenordnung grundsätzlich alle Betriebs- und Bereitstellungsprozesse auf den Prüfstand kommen.

In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden und insbesondere mit den Fachbereichen konnten identifizierte Defizite durch die Skaylink-Expert*innen behoben werden. Die Cloud Journey des Unternehmens wurde entscheidend vorangetrieben.

Fortlaufende Begleitung und Unterstützung sind notwendig

Die Komplexität einer Cloud-Migration liegt meist nicht in der verwendeten Technologie. Sie findet sich vielmehr in der Flexibilisierung oder Entkopplung bestehender Prozesse und Standards in einer hybriden Umgebung oder der Schaffung und Pflege neuer cloudspezifischer Standards wieder, die es ermöglichen, die Potentiale der Cloud auszuschöpfen und kosteneffizient zu nutzen.

Die Implementierung der Lösung eröffnete dem Kunden viele neue Möglichkeiten. Um diese optimal zu nutzen und sicherzustellen, dass der Fachbereich nicht in alte Strukturen verfällt und die gewonnene Flexibilität verloren geht, bedarf es einer fortlaufenden Begleitung des Prozesses. Weitere Lösungsansätze von Skaylink ermöglichten eine Beschleunigung auf der gemeinsamen Roadmap. Es wurde sichtbar, dass es eines umfangreichen Lösungsportfolios bedarf, um Projekte dieser Komplexität zu stemmen.

Die Reise ist noch nicht zu Ende

Auch nach Projektablauf begleiten wir den Kunden in unterschiedlichen Bereichen wie Cloud-Architektur, Risikomanagement und Fachbereichskoordination, um weitere Optimierungen gemeinsam zu identifizieren und effizient zu implementieren sowie die neuen Strukturen aufrechtzuerhalten. Durch Nutzung von Managed Services wird der Betrieb sichergestellt. Für zukünftige Updates wurden effiziente Prozesse etabliert. Der Kunde ist nun wesentlich schneller in der Lage, neue Releases standardisiert bereitzustellen.

Weitere Case Studies

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