Smart Farming für nachhaltige Landwirtschaft

Die digitale Transformation hat längst die Landwirtschaft erreicht – die schon viele spektakuläre Digitalisierungserfolge feiern konnte.

Ein Leuchtturmbeitrag zur Lösung des Welternährungsproblems.

Smart Farming für nachhaltige Landwirtschaft

Die digitale Transformation hat längst die Landwirtschaft erreicht – die schon viele spektakuläre Digitalisierungserfolge feiern konnte. Einer davon ist die digitale Service-Plattform myKWS des internationalen Saatgutspezialisten KWS SAAT. Die Plattform ist ein Paradebeispiel für mehr Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und für ein modernes Cloud-Projekt. Skaylink ist fester Partner an der Seite des Digital-Pioniers und übernahm Aufbau und Entwicklung der Cloud-Plattform. Heute stellt als Betreiber die Verfügbarkeit der internationalen Cloud Services sicher.

Daten ersetzen Bauchgefühl

Daten spielen auch in der Landwirtschaft eine immer größere Rolle. Das richtige Saatgut für eine bestimmte Bodenqualität auszuwählen, den Schädlingsbefall zu erkennen und schnell, aber so um-weltschonend wie möglich zu bekämpfen sowie richtig auf das Wetter zu reagieren, wird in modernen Betrieben nicht mehr dem Bauchgefühl des Bauern überlassen. Dafür stehen digitale und mobile Services bereit.

 

Zusammengefasst werden die Digitalisierungsbemühungen in der Landwirtschaft unter dem Begriff „Smart Farming“. Für einen Landwirt ist es nicht wirtschaftlich, die notwendigen Services selbst auszuwählen, zu betreiben, diese mit Daten zu füttern und zu vernetzen. Das erkannte der weltweit viertgrößte Saatguthersteller KWS SAAT. Er wollte seinen Kunden mit kostenlosen digitalen Tools zu mehr Erträgen verhelfen sowie sich selbst zum Protagonisten für Smart Farming machen. Das war die Geburtsstunde des myKWS-Portals.

Skaylink als Innovations- und Transformationspartner

Im ersten Schritt kaufte das Unternehmen externe Daten wie zum Beispiel von Wetter- und Satellitendiensten. Skaylink baute die Plattform für den Betrieb der Services in der Public Cloud von Amazon Web Services (AWS) auf. Die erste Version war bereits nach einigen Wochen online. Die am Anfang per „Lift and Shift“ in die Cloud gebrachten Services sind inzwischen weitgehend in cloudnativen Architekturen realisiert. Skaylink übernahm hier neben der Rolle als Dienstleister auch die des Innovations- und Transformationspartners.

 

Skaylink ist für die technische myKWS-Plattform von  Architekt, Orchestrierer, Gatekeeper und Betreiber. Lief myKWS anfangs auf festen Instanzen in der AWS-Cloud, sind viele Services heute als cloudnative realisiert. Überall dort, wo diese Art der serverlosen Workloads nicht funktioniert, setzt Skaylink auf Containertechnologie wie Docker. Nur wenige Services laufen noch auf Instanzen, weil sie die technischen Voraussetzungen für die moderne Art des Cloud-Computings nicht mitbringen.

 

Die wesentlichen Vorteile von Lambda-Applikationen (so bezeichnet AWS seine cloudnativen Services) und Containern sind die einfachere automatische Skalierbarkeit, der geringere Managementaufwand sowie massive Kosteneinsparungen. Außerdem stellt Skaylink den Datenaustausch zwischen den internen Business-Applikationen und den myKWS-Services sicher, zum Beispiel mit den ERP- und CRM-Systemen, aber auch zum Product Information System.

15 Prozent mehr Ernteertrag pro Jahr

Heute können die mehr als 50.000 Nutzer in 25 Ländern auf bis zu 28 digitale Services zugreifen, die den Lebenszyklus von Mais, Raps, Zuckerrüben, Getreide und einigen anderen von KWS vertriebenen Kulturarten digital begleiten. Sie unterstützen bei der Aussaat, bei der Wahl der am besten geeigneten Saatgutvariante, checken die Felder auf Vitalität, prognostizieren den idealen Erntezeitpunkt. Außerdem helfen sie dem Landwirt mit lokalen, sehr spezifischen Wetterdaten und mit dem sogenannten „Farmers Cockpit“ beim Management der gesamten, von einem Landwirt bewirtschafteten Flächen. Nur durch die genauere Steuerung und das Monitoring lässt sich der Ernteertrag der Bauern um bis zu 15 Prozent pro Jahr steigern.

„Wir helfen Landwirten, zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das kann nicht nur ihre Erträge steigern, sondern macht die landwirtschaftliche Arbeit auch deutlich nachhaltiger.“

Nils Busse, verantwortet bei KWS die kundenbezogenen IT-Systeme

Skalierbarkeit hoch, Kosten runter

Skaylink sorgt auch für Architekturkonsequenz: Die Skaylinks wissen, was die einzelnen myKWS-Services an Netzinfrastruktur, Computing-Power, Speicher und Schnittstellen benötigen, um sie mit anderen myKWS-Applikationen zu verbinden. Über AWS-Infrastrukturservices stellt der Dienstleister sicher, dass die myKWS-Services schnell und effizient mit den notwendigen Daten, wie Wetter, Satellitenbilder, Kundenstamm- und -bewegungsdaten, versorgt werden. Daraus ergeben sich Nutzungs-Cluster, die dazu beitragen, die Komplexität der Plattform zu reduzieren.

Das hat wiederum positive Auswirkungen auf die Skalierungsfähigkeit und die -geschwindigkeit sowie auf die Kosten. Apropos Preis: Neben der technischen Entwicklung hat Skaylink stets auch die dynamischen Preise des Cloud-Providers im Blick und betreibt ständiges Rightsizing. Schließlich kosten die Services den Endkunden nichts und so hat KWS permanent Kontrolle über die Cloud-Kosten.

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