Case Studies

Hotelsoftware-Anbieter ibelsa erreicht bessere Skalierbarkeit und erhöht die Sicherheit mit Skaylink und AWS

Überblick

ibelsa, ein deutscher Anbieter von Hotelsoftware, wollte seine Infrastruktur modernisieren und Skalierbarkeitsprobleme angehen, die durch regelmäßige Traffic-Spitzen entstanden. ibelsa arbeitete zwar bereits in der Cloud, doch die bisherige Umgebung konnte nicht die nötige Elastizität für den effizienten Umgang mit schwankendem Traffic bieten. Zusammen mit AWS Partner Skaylink migrierte ibelsa zu einer skalierbaren Architektur auf Amazon Web Services (AWS), die auf Zuverlässigkeit, Automatisierung und Kostenoptimierung ausgelegt ist. Die modernisierte Umgebung sorgt nun dafür, dass ibelsa seine Benutzer*innen in geschäftskritischen Zeiten besser unterstützen kann, und bietet gleichzeitig eine sichere, resiliente Grundlage für weiteres Wachstum und Innovationen.

Verbesserungspotenzial

Das cloudbasierte Property Management System (PMS) von ibelsa stand durch zunehmende Nutzung und Nachfrage immer mehr unter Druck. Die PMS-Plattform verwenden vor allem Hotels im DACH-Raum für wichtige betriebliche Prozesse wie Reservierungen, Check-in und Check-out, Preisgestaltung und Reporting, und auch Drittsysteme sind darüber angebunden. Die Performance und Zuverlässigkeit des Systems sind deshalb essenziell.

Das Unternehmen war eines der ersten in der Hotelbranche, das Cloud-Lösungen einsetzte. „Ich stamme aus einer Hoteliersfamilie und bin in diesem Geschäft aufgewachsen“, erzählt Philipp Berchthold, Geschäftsführer von ibelsa. „2010 habe ich verstanden, dass es Cloud-Lösungen braucht, um Hotels ins digitale Zeitalter zu bringen.“ Bei ibelsa war von Anfang an klar: Cloud-Infrastruktur ist die Zukunft der Hotellerie – insbesondere, da das Unternehmen zum Teil als Daten-Hub fungiert, wobei Skalierbarkeit unverzichtbar ist. Außerdem war der Kundenstamm von ibelsa seit der Corona-Pandemie jedes Jahr um 35 bis 40 Prozent gewachsen, was das System noch mehr belastete.

Besonders während der Check-in- und Check-out-Zeiten, aber auch bei monatlichen Reporting- und in Abrechnungstätigkeiten steigt der Traffic bei ibelsa sprunghaft an. Die alte Infrastruktur bot dafür zu wenig Elastizität, das Hoch- und Herunterskalieren war ein langsamer, manueller Prozess. Dadurch wurde auch das System langsam, die Performance litt und damit auch die Kundenzufriedenheit. Außerdem musste das Unternehmen für zusätzliche Kapazität jedes Mal extra zahlen, selbst wenn sie gar nicht genutzt wurde. ibelsa wusste, dass aus der Cloud mehr herauszuholen war, und begann sich nach einer Möglichkeit umzusehen, seine Plattform zu modernisieren und optimieren.

„Man muss sich zusammensetzen und einander vertrauen, um am Ende zur technisch besten Lösung zu kommen – und das haben wir mit Skaylink.“

Lösung

ibelsa brauchte einen Partner und wendete sich an Skaylink, einen AWS-Partner mit umfangreicher Erfahrung im Bereich AWS Managed Services. Skaylink und ibelsa planten gemeinsam die Migration in eine skalierbare Cloud, und ibelsa hatte auch vor, die technische Seite der Softwareverwaltung zu einem noch größeren Teil abzugeben. Bei eingehenden Gesprächen verstand Skaylink die geschäftlichen Anforderungen und ermittelte, welche Infrastruktur das Skaylink-Team als Managed Service übernehmen konnte. „Man muss sich zusammensetzen und einander vertrauen, um am Ende zur technisch besten Lösung zu kommen – und das haben wir mit Skaylink“, sagt Berchtold. Da die Infrastruktur nun als Managed Service lief, konnte sich ibelsa ganz auf die Weiterentwicklung der Funktionen für seine Kund*innen konzentrieren.

Zur Steigerung der Performance baute Skaylink eine Multi-Cluster-Architektur mit jeweils eigenen Clustern für Frontend, API und Hintergrundverarbeitung. Skaylink setzte Amazon EC2 Autoscaling ein, um vorausschauende und automatische Skalierung für tägliche Spitzen und elastische Skalierung für monatliche Abrechnungs- und Reporting-Workloads bereitzustellen. Außerdem wurden Loadbalancer eingeführt, um den Netzwerk-Traffic auf mehrere Server zu verteilen und Systeme zu cachen, damit sich die Last auf die Backend-Datenbanken verringert.

Da ibelsa auch einige Cyberangriffe erlebt hatte, traf Skaylink Maßnahmen zur Stärkung der Plattformsicherheit, darunter mehrstufiger DDoS-Schutz, eine Web Application Firewall (AWS WAF), besserer Schutz vor SQL Injection und Cross-Site Scripting (XSS) sowie Optionen für erhöhte Resilienz in geschäftskritischen Zeiten.

Vorteile

  • Mehr Zuverlässigkeit während Spitzenzeiten (Check‑in/Check‑out)
  • Flexible Skalierbarkeit, die sich automatisch wechselnder Nachfrage anpasst
  • Niedrigere Infrastrukturkosten
  • 24/7-Monitoring und -Management, reduziert das operative Risiko
  • Gestärkte Sicherheit mit AWS Web Application Firewall (WAF)

Ergebnis

ibelsa hat die Performance und Zuverlässigkeit seiner Plattform erheblich verbessert, was mit der vorherigen Infrastruktur nicht möglich war. Die modernisierte AWS-Infrastruktur bietet eine skalierbare Grundlage und gleichbleibende Performance bei jedem Traffic-Aufkommen. Dadurch kann ibelsa die täglichen Abläufe seiner Kunden jetzt besser unterstützen, besonders in geschäftskritischen Zeiten wie nachmittags beim Check-in oder vormittags beim Check-out, wenn es auf lückenlose Systemverfügbarkeit und Reaktionsschnelligkeit ankommt

Die verbesserte Skalierbarkeit der neuen Architektur ist auch kosteneffizienter. Durch den Wechsel von statischer Kapazitätsbereitstellung zu einer flexiblen Methodik kann ibelsa die Ressourcen jetzt genau an den tatsächlichen Bedarf anpassen, Überprovisionierung bei kurzen Spitzenzeiten wird vermieden. Das hat die Infrastrukturkosten reduziert und bietet gleichzeitig die nötige Flexibilität für weiteres Wachstum. Während dieser Zeit ist ibelsa auf 50 Mitarbeitende angewachsen, was problemlos möglich war mit einer Plattform, die mit dem Unternehmen mitwachsen kann, ohne dass die operative Komplexität steigt. Als nächster Schritt ist eine künftige Modernisierung im Gespräch, bei der in eine Container-Umgebung migriert werden soll, welche besonders für kurzfristige Spitzenlasten geeignet ist.

Die Überwachung des Betriebs und die Sicherheit wurden bei diesem Projekt ebenfalls verbessert. Skaylink kümmert sich 24/7 um das Monitoring und Management der AWS-Umgebung, sodass auf eventuelle Probleme in der Infrastruktur schneller reagiert werden kann. Insgesamt hat ibelsa nun eine skalierbare, sichere und zuverlässige Cloud-Plattform, mit der sich das Team besser darauf konzentrieren kann, an Innovationen zu arbeiten und für die Kunden nützliche Funktionen zu entwickeln.